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Hopfen Die Würze des Bieres

Hopfen ist einer der wichtigsten Bestandteile im Bier. Ohne Hopfen hätte der Gerstensaft nicht seine bitter Note. Auch für die feste Schaumkrone zeigt er sich verantwortlich. Erstmals wurde der Zusatz im 12. Jahrhundert von Mönchen beim Bierbrauen verwendet. Er verhalf dem Gerstensaft zu einer längeren Haltbarkeit und markierte somit einen wichtige Schritt um dessen Verbreitung zu steigern.

   
Helles Augustiner Bier
Helles Augustiner Bier

Hopfen sorgt für:

  1. Längere Haltbarkeit des Bieres
  2. Eine beruhigende Wirkung
  3. Die bittere Note im Bier
  4. Für eine feste Schaumkrone

Humulus Lupus ist Teil der Hanfgewächse

Hopfen (Humulus Lupulus) ist eine alte Kulturpflanze deren rispigen Blüten (Dolden) zum Bierbrauen benötigt wird. Die Schling- und Kletterpflanze gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und wurde bereits 736 in Deutschland angebaut. Hopfenpflanzen werden auf der Nordhalbkugel kultiviert und werden bis zu 20 Jahre alt. Angebaut werden diese auf auf sandig, lehmigen Böden an hohen Drahtgestellen, an den sich die Pflanze empor hangeln kann. Die Vegetationsperiode startet im April und endet mit der Ernte im August/September.

   

Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae)

 

Begehrt: Die weiblichen Hopfendolden

Anschließend werden die unbefruchteten Hopfendolden der sieben Meter langen, weiblichen Pflanzen mit einer Maschine geerntet. Nach einer Reinigung kommen die weiblichen, runden Blüten in die Darre zum Trocknen, wo 90 % des Wasser entweicht. Anschließend wird der Hopfen in Ballen verschweißt oder zu Pellets (Hauptanteil) oder Extrakten weiterverarbeitet. Je nach Sorte gelangt zwischen 100 und 400 Gramm Hopfen auf einen Hektoliter Bier. Bierhersteller stehen heute rund 400 Hopfensorten zur Verfügung. 95 % der Hopfenernte wird für die Bierproduktion eingesetzt. Die wichtigsten Anbauländer sind Deutschland und die USA. Das bekannteste Anbaugebiet ist die Hallertau bei Ingolstadt.

Hopfenbauer unterscheiden zwei Arten

Hopfensorten
Hopfensorten

Bitterhopfen enthält weniger aromatische Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe und Hopfenöle dafür mehr Bitterstoffe. Diese sorgen für die Herbe im Bier. Zudem enthält er auch mehr Alphasäure die für einen längere Haltbarkeit im Bier sorgt. Aromahopfen hat weniger Bitterstoffen dafür mehr Hopfenöle und Aromatische Stoffe. Hopfenöl wirkt übrigens stark beruhigend, schlaffördernd und unterstützend die muskuläre Funktionalität.

Hopfen im Brauprozess

Der Brauer pumpt die Würze in die Würzepfanne oder Sudpfanne. Nach Zugabe von Hopfen lässt er die Menge bis zu 80 Minuten kochen. Die Malzenzyme setzen sich dabei an der Oberfläche der Würze ab (Heißtrub). Wasser verdampft und übrig bleibt die “Stammwürze”. Mit einer Bierspindel misst der Brauer den Stammwürzegehalt und erkennt daran die Biergattungen und die Art der Besteuerung.

Den kompletten Ablauf beim Bierbrauen mit allen Schritten kannst du dir hier ansehen.

Bierbrauprozess im Detail:

Beispiel für ein Hopfen-Anbaugebiet

Ein Beispiel für ein Gebiet wo Hopfen kultiviert wird ist Monstab. 5 Kilometer westlich der Stadt Altenburg ist Monstab ein Teil des Elbe-Saale-Hopfenanbaugebiet.

Christoph Janß

Hallo, ich bin Chris, Blogger und Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg. Ich habe ein Faible für Geschichte, Architektur sowie Naturaufnahmen. In meiner Werbeagentur Alster-Marketing.com helfe ich Kunden beim Online-Marketing sowie der Erstellung von Websites & Online-Shops.

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