Feldfrucht

Senf Heil und Gewürzpflanze

Senf ist eine alte Nutzpflanze die bereits vor 3.000 Jahren angebaut wurde. Als Gewürz und Heilmittel vereint der Acker Senf (Sinapis arvensis) viele nützliche Eigenschaften. Heute ist er vom Speiseplan nicht mehr weg zu denken und bietet uns viele Varianten. Zu eine guten Bratwurst, Frankfurter, Bock- oder Weißwurst gehört Senf einfach dazu.

   

Senf als Gewürz und Heilmittel"Buchtipp:

Senf ist ein scharfes Gewürz und Heilmittel. Hergestellt wird Senf aus schwarzen, braunen und gelben Senfkörnern.

 

   

Sinapis arvensis hilft gegen Erkältung, Arthrose, Migräne und fördert sogar die Verdauung. Zudem regt das Gewürz die Durchblutung an und ist entzündungshemmend. Viele Rheuma Patienten schwören auch auf die lindernde Wirkung von Senfpflastern. Er ist reich an Vitamin B1, B3, E, Calcium, Magnesium, Selen und Eisen. Jedes Senfkorn beinhaltet 28 % reines und wertvolles Öl. Gemahlen, werden die Körner mit Essig zu Speisesenf verarbeitet. Alternativ werden auch ganze Körner zum Würzen von Speisen verwendet.

Das scharfe Gewürz hilft gegen Erkältung, Arthrose, Migräne und fördert sogar die Verdauung

 

Der Unterschied zwischen Speisesenf und Mostrich

"<yoastmarkAuch als Pulver findet er seine Liebhaber. Wenn von Speisesenf die Rede ist, wird auch häufig der Begriff „Mostrich“ verwendet. Andere sprechen von Mostrich, wenn den gemahlenen Senfkörnern Traubenmost statt Essig hinzugefügt wird. Der Name ist demnach eine Anlehnung an den Begriff „Traubenmost„. Ursprünglich stammt das Gewürz aus China. Dort wurde das Gewürz bereits vor 3.000 Jahren angebaut. Über Griechenland gelangt der das scharfe Gewürz erst 1.200 Jahre später zu uns nach Deutschland. Der bei uns konsumierte Senf wächst hauptsächlich in Russland und der Ukraine. Weltweit dominieren jedoch Nepal, Kanada und die USA den Senfanbau.

Diese Senfsorten gibt es"<yoastmark

Mostrich ist nicht gleich Mostrich. Es gibt ihn in vielen Variationen, Geschmackssorten und Facetten. Folgende Haupt-Senfsorten kannst du aber grob unterscheiden:

  • Mittelscharfer Senf – Der meist verwendete Variante in Deutschland. Er hat einen hohen Anteil an weißen und braunen Körnern.
  • Scharfer Senf – Diese Variante hat einen größeren Anteil an braunen Körnern als der mittelscharfe.
  • Amerikanischer Senf – Bei den „Amis“ beliebter Klassiker. Hergestellt wird er mit Essig und viel Kurkuma.
  • Süßer Senf
    • Bayerischer Senf – Eine grob gemahlener Typ, geröstet mit viel Zucker oder Süßstoff sowie Apfelmus. Darf zu jeder Weißwurst nicht fehlen. Bekannte Hersteller sind Händlmaier und Altenburger Senf.
    • Kremser Senf – Ein grob gemahlener Typ aus gelben und braunen Senfkörnern mit Zucker, Weinmost und -essig.
    • Rotisseur-Senf – Der Rotisseur ist ein grob zerkleinerter (geschroteter) Variante, der sich perfekt zum Grillen eignet.
    • Dijon-Senf – Der Dijon wird aus braunen und schwarzen Körnern hergestellt. Er stammt aus der gleichnamige französischen Stadt. Bei seiner Herstellung wird nur der feine Kern der Körner verwendet, die Schale jedoch nicht. Fein gemahlen erhält der Dijon eine scharfe Geschmacksnote.
    • Englischer Senf – Die Engländer mögen es sehr scharf. Er wird daher aus weißen und schwarzen Körnern produziert.
    • Mostrich – Beim Mostrich fügt man den gemahlenen Körnern Traubenmost statt Essig bei.
    • Düsseldorfer Mostert – Der Düsseldorfer wird auch ABB genannt. Ein scharfer, eher malzig-brauner Vertreter, hergestellt aus braunen und gelben Senfkörner sowie Branntweinessig.

Altenburger Senf aus dem Freistaat Thüringen

Altenburger Senf
Altenburger Senf

Der gebürtige Bayer Karl Jungbeck war lange Zeit Angestellter im Außendienst für Gewürze tätig. Als er 1991 ins Osterland kam, wurde er auf die ehemalige „VEB Feinkost Leipzig“ aufmerksam, die in der Niederlassung Altenburg Senf herstellte. Prompt übernahm er die verbliebenen Mitarbeiter und formte aus dem einstigen Volksbetrieb einen heute florierenden Feinkosthersteller mit der Marke „Altenburger„. Die Manufaktur stellt viele Sorten Senf, Saucen, Grillsaucen, Ketchup am eigenen Produktionsort in der Ramsaer Straße in Altenburger her.

Aussaat und Ernte des Sinapis arvensis

Die Sinapis arvensis Aussaat ist ganzjährig möglich. Ab Juni beginnt die Pflanze an zu blühen. Die gelben Blüten sind jedoch nicht mit dem Raps zu verwechseln. Dieser blüht bereits im April bis Mai. Nach der Bestäubung bilden sich die Schoten mit den Senfkörnern. Sie sind erntereif wenn sie trocken und hellgelb geworden sind. In der Regel ist dies im September bzw. Oktober der Fall.

Christoph Janß

Hallo, ich bin Chris, Tourismus Blogger und Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg. Ich habe ein Faible für Geschichte, Architektur sowie Naturaufnahmen. Als Freelancer und Marketer helfe ich Kunden bei ihrem Marketing.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"