Laubbäume
Laubbäume gehören zu den vielfältigsten und bekanntesten Bäumen unserer Wälder, Parks und Gärten. Sie zeichnen sich meist durch breite, flache Blätter aus und unterscheiden sich damit deutlich von den nadelförmigen Blättern der Nadelbäume. Viele heimische Laubbäume werfen ihre Blätter im Herbst ab. Zuvor sorgen sie mit gelben, orangefarbenen, roten und braunen Blättern für die charakteristische Herbstfärbung unserer Landschaft.
Die verschiedenen Laubbaumarten lassen sich besonders gut anhand ihrer Blätter, Früchte, Rinde und Wuchsform unterscheiden. Während Eichen ihre charakteristisch gelappten Blätter und Eicheln tragen, sind Ahorne an ihren meist handförmig gelappten Blättern und den typischen geflügelten Früchten zu erkennen. Buchen besitzen ovale Blätter mit einem leicht gewellten Blattrand und bilden als Früchte die bekannten Bucheckern.
Die wichtigsten Laubbäume in Deutschland
Zu den bekanntesten und häufigsten Laubbäumen in Deutschland gehören:
- Rotbuche (Fagus sylvatica): Die Rotbuche ist eine der wichtigsten heimischen Laubbaumarten und prägt zahlreiche Wälder in Deutschland. Typisch sind ihre glatte, graue Rinde sowie die ovalen Blätter und Bucheckern.
- Stieleiche (Quercus robur): Die Stieleiche ist an ihren tief gelappten Blättern und den an langen Stielen sitzenden Eicheln zu erkennen. Alte Eichen können mehrere hundert Jahre alt werden und bieten zahlreichen Tierarten Lebensraum.
- Traubeneiche (Quercus petraea): Sie ähnelt der Stieleiche, unterscheidet sich jedoch unter anderem durch ihre nahezu ungestielten Blätter und die anders angeordneten Eicheln.
- Bergahorn (Acer pseudoplatanus): Der Bergahorn besitzt große, handförmig gelappte Blätter und geflügelte Früchte. Er ist besonders in Mittelgebirgen und höheren Lagen verbreitet.
- Spitzahorn (Acer platanoides): Seine spitz zulaufenden Blattlappen und die intensive gelbe bis rötliche Herbstfärbung machen ihn leicht erkennbar. Er wächst sowohl in Wäldern als auch häufig in Städten und Parks.
- Hängebirke (Betula pendula): Die Birke fällt vor allem durch ihre helle bis weiße Rinde auf. Ihre Blätter sind dreieckig bis rautenförmig und besitzen einen deutlich gesägten Rand.
- Gemeine Esche (Fraxinus excelsior): Die Esche besitzt auffällige gefiederte Blätter und kann eine stattliche Größe erreichen. Ihr elastisches und widerstandsfähiges Holz wird traditionell für zahlreiche Zwecke verwendet.
- Winterlinde (Tilia cordata): Die Winterlinde ist an ihren herzförmigen Blättern und duftenden Blüten zu erkennen. Linden sind wichtige Nahrungsquellen für zahlreiche Insekten.
- Bergulme (Ulmus glabra): Typisch für Ulmen sind ihre häufig asymmetrischen Blattbasen und deutlich gesägten Blattränder. Ihre Früchte sind von einem flachen, häutigen Flügel umgeben.
- Rosskastanie (Aesculus hippocastanum): Die Rosskastanie besitzt große, handförmig zusammengesetzte Blätter und auffällige Blütenstände. Im Herbst bildet sie die bekannten braunen Kastanien in stacheligen Fruchtkapseln.
Bedeutung der Laubbäume
Laubbäume besitzen eine große ökologische Bedeutung. Ihre Blüten, Früchte und Samen dienen zahlreichen Insekten, Vögeln und Säugetieren als Nahrungsquelle. Alte Bäume bieten zudem Höhlen, Spalten und Totholz als Lebensraum. Laubwälder tragen damit wesentlich zur biologischen Vielfalt bei.
Auch wirtschaftlich spielen Laubbäume eine wichtige Rolle. Das Holz von Buche, Eiche, Esche oder Ahorn wird beispielsweise für Möbel, Fußböden, Innenausbau und zahlreiche weitere Holzprodukte verwendet. Andere Arten werden aufgrund ihrer Blüten, Früchte oder ihres attraktiven Erscheinungsbildes als Straßen-, Park- und Gartenbäume geschätzt.
Laubbäume anhand ihrer Blätter bestimmen
Wer Laubbäume bestimmen möchte, sollte zunächst Form und Aufbau der Blätter betrachten. Eichen besitzen charakteristisch gelappte Blätter, Ahornblätter sind meist handförmig, Linden haben herzförmige und Birken dreieckige bis rautenförmige Blätter. Esche und Rosskastanie besitzen dagegen zusammengesetzte Blätter aus mehreren einzelnen Blättchen.
Zusätzlich helfen Früchte, Knospen, Rinde und Wuchsform bei der Bestimmung. Mit etwas Übung lassen sich viele heimische Laubbäume deshalb bereits anhand weniger typischer Merkmale unterscheiden.
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